Migrations-Assistent
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Sun, Jul 29, 2007; by Doc Wirth.
Auch gut gepflegte Systeme tendieren dazu träge zu werden wenn sie 'in die Jahre' kommen. Für die meisten kleinen Wehs wie langsamer Internet-Browser oder trägen Finder gibt es zwar mittlerweilen duzende Fixes, die Suche nach der richtigen Lösung ist aber mühsam und oft unergiebig. Dazu gibt es noch Entschlackungs-Tools von Dritthersteller wie "Onyx" und Platten-Pfleger wie "Disk Warrior", die Performace-Verbesserungen versprechen, aber immer nur in ihrem kleinen Segment des System-Komplexes. Es gibt seit Tiger ein mitgeliefertes Apple-Werkzeug, das quasi alles oben genannte auf einmal macht, und noch viel mehr: der Migrations-Assistent. Entwickelt um die Daten eines alten Macs auf den Neuen zu bekommen, kann er genau so gut von einem Back-Up in ein frisch installiertes System migrieren, mit oft erstaunliche Leistungssteigerung. Wer gut vorbereitet die Migration angeht braucht oft weniger Zeit als mit den herkömlichen Tipps und Tools sukzessive das System auf Vordermann zu bringen. Der selbe Arbeitsablauf gilt, wenn aus irgend einem Grund auf eine frühere Systemversion herunter-aktualisiert werden muss.
Hier der Arbeitsablauf:
- Das alte System sollte trotz allem vor dem Wechsel ein bisserl angeschaut werden: unnötiger "Balast" wie nicht verwendete Programme entfernen (z.B. mit AppZapper), alte Mails Archivieren, Musik, Foto & Film Bibliotheken ausmisten und evtl. getrennt Back-Upen um das eigentliche Migrationsvolumen klein zu halten.
- Anschließend Zugriffsrechte reparieren und das System z.B. mit Carbon Copy Cloner auf eine leeres externes oder internes Volumen bootfähig clonen.
- Mit der System-DVD hochfahren, das alte System-Volumen löschen und ein Neues System installieren.
- Nach dem Neustart nicht der Aufforderung des Migrations-Assistent nachgehen, sondern einen neuen User anlegen (z.B. mit test).
- Das neue System auf den letzten Stand bringen: am besten mittels den jeweiligen Combo-Updates und eigenständige Downloads für iTunes, Quicktime, etc. Die Automatische Software-Aktualisierung kann dafür verwendet werden, aber bitte im Menü 'Aktualisieren->Paket aktualisieren und behalten' auswählen: wer es nicht eh schon macht erhält so im Ordner Library/Packages eine perfekte Zusammenstellung sämtlicher für das System notwendige Aktualisierungen, um das nächste mal um so schneller -ohne download zeit- migrieren zu können.
- Wer aus irgend einem Grund (wie z.B. das "Intel-Quicktime 7.2 debakel" down-graden (="herunter-aktualisieren") muss, aktualisiert natürlich nur soweit wie nötig
- Nach dem Updaten und vor der Migration unbedingt Zugriffsrechte reparieren!
- Am besten nach einem Neustart, ohne andere laufende Programme, den Migrations-Assistent im Ordner Dienstprogramme starten
- Je nachdem ob das Backup des alten Systems intern oder extern liegt entsprechend ankreuzen
- Danach führt der Migrations-Assistent durch seine Möglichkeiten: eine oder mehrere Benützer(-Ordner) übertragen; Programme übertragen (leider nur alle oder keinen); Dateien übertragen (= die ausserhalb der Benützer-Ordner liegenden); Volumen übertragen (falls das Laufwerk weitere Partitionen hat). Dazu sind noch Netzwerkeinstellungen, Zeitzone und Einstellungen zu Sharing auswählbar
- Entsprechend dem Zustand des alten Systems sollte mit bedacht ausgewählt werden - wer z.B. ständig Netzwerk-Probleme hat, sollte evtl. die Einstellungen zu Netzwerk und Sharing nicht übertragen, detto für Programme, User, usw.
- Nach der Migration gibt der Assistent noch an, bei welchen Dateien oder Anwendungen Probleme waren. Diese müssen händisch nachinstalliert werden. (berümtester Kandidat: Microsoft Mouse & Keyboard)
- Unbedingt nochmals Zugriffsrechte reparieren
- Nach erfolgreiche Migration müssen, je nach Einstellung, oft nurmehr unter Systemeinstellungen->Benützer die Anmeldeoptionen eingestellt werden. Hier kann auch gegebenenfalls der test-Benützer gelöscht werden.
- Voila! Jetzt ist das System entschlackt, de-fragmentiert, Festplatten-Directories aktualisiert und auf dem letzten Stand. Selten aber doch müssen für manche Programme die Registrierungen noichmals eingegeben werden.
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